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Viktor Frankl

Viktor Emil Frankl war Professor für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Wien, hatte aber auch Professuren in Amerika inne, und zwar an der Harvard University sowie an Universitäten in Dallas und Pittsburgh. Die U. S. International University in Kalifornien errichtete eigens für ihn eine Professur für Logotherapie – das ist die von Frankl geschaffene Psychotherapierichtung, auch die „Dritte Wiener Richtung“ genannt (nach der Psychoanalyse von Sigmund Freud und der Individualpsychologie von Alfred Adler). Von Universitäten in aller Welt wurden ihm 29 Ehrendoktorate verliehen.

Die Amerikanische Psychiatergesellschaft verlieh Frankl als erstem nicht-amerikanischen Psychiater den Oskar Pfister-Preis – benannt nach einem Schüler von Sigmund Freud -, und die Österreichische Akademie der Wissenschaften wählte ihn zu ihrem Ehrenmitglied.

Seine 32 Bücher sind in 26 Sprachen erschienen. Von einem einzigen unter diesen Büchern („Man’s Search for Meaning“) sind weit über neun Millionen Exemplare erschienen. Laut Library of Congress (Washington) ist es „one of the ten most influential books in America“. Deutsch ist das Buch erhältlich unter dem Titel „… trotzdem Ja zum Leben sagen (Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager)“. Darüber hinaus sei von seinen deutsch erschienenen Büchern erwähnt „Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn (Eine Auswahl aus dem Gesamtwerk)“. Die letzten beiden Bücher, deren Veröffentlichung er noch erlebte, sind „Was nicht in meinen Büchern steht“ (engl. „Viktor Frankl – Recollections“) und „Man’s Search for Ultimate Meaning“.

Von anderen Autoren sind über Frankls Logotherapie in 15 Sprachen 151 Bücher erschienen, darüber hinaus 1424 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften, eine Habilitationsschrift und 154 Dissertationen, in deren Titeln der Name Frankl und/oder die Bezeichnung Logotherapie bzw. Existenzanalyse vorkommen.

Die American Medical Society, die American Psychiatric Association und die American Psychological Association haben die Frankl´sche Logotherapie als eine wissenschaftlich fundierte psychotherapeutische Schule anerkannt.

Frankl wurde zu Vorträgen an 209 Universitäten in allen 5 Erdteilen eingeladen.
1940 bis 1942 war Frankl Leiter der Neurologischen Station des Rothschild-Spitals und 1946 bis 1970 Vorstand der Wiener Neurologischen Poliklinik.
1995 wurde Frankl zum Ehrenbürger der Stadt Wien ernannt.


Professuren

Distinguished Professor of Logotherapy,
U.S. International University, San Diego, California
University of Pittsburgh
University of Dallas, Texas
Harvard University, Cambridge


Ehrendoktorate

Loyola University, Chicago, Illinois (1970)
Edgecliffe College, Cincinnati, Ohio (1970)
Rockford College, Rockford, Illinois (1972)
Mount Mary College, Wisconsin (1984)
Universidade do Rio Grande do Sul, Brasilien (1984)
Universidad Andres Bello, Caracas (1984)
University of South Africa (1984)
Universidad del Salvador, Buenos Aires (1985)
Universidad Catolica Argentina, Buenos Aires (1985)
Universidad de Buenos Aires (1985)
Universidad Francisco Marroquin, Guatemala (1985)
Universität Wien (1986)
Universidad Nacional de Cuyo, Argentinien (1986)
Universidad Nacional de Entre Rios, Argentinien (1986)
Universidad Nacional de San Luis, Argentinien (1986)
Universidad del Aconcagua, Argentinien (1986)
Universidade de Brasilia (1988)
Universität Haifa, Israel (1988)
Internationale Akademie für Philosophie, Liechtenstein (1989)
Universität Kopenhagen (1989)
Universität Pretoria, Südafrika (1990)
Universidad Gabriela Mistral, Santiago de Chile (1991)
University of Santa Clara, Kalifornien (1991)
Universität Ljubljana, Slowenien (1992)
Universität Prag (1994)
Universität Lublin (Polen) (1994)
Universität Salzburg (1994)
Semmelweis Universität Budapest (1996)
Ohio State University, Columbus (1997)


Ehrenmitgliedschaften

Österreichische Akademie der Wissenschaften
Gesellschaften für Neurologie und Psychiatrie in Österreich, Peru und Guatemala


Ehrungen und Auszeichnungen

Aufnahme in den höchsten Orden, den Österreich an Wissenschaftler zu vergeben hat und der auf je18 österreichische und ausländische Träger beschränkt bleibt
Oskar-Pfister-Preis der American Psychiatric Association
John F. Kennedy Stern
Theodor Billroth Medaille
Albert-Schweitzer-Medaille
Kardinal-Innitzer-Preis
Preis der Stadt Wien für Naturwissenschaften
Ehrenring der Stadt Wien
Ehrenbürger der Hauptstadt von Texas
Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der BRD
Lifetime Achievement Award, überreicht in Washingtons Kongresszentrum von Senator Frank Moss von der Päpstlichen Universität Porto Alegre (Brasilien), von einer Universität in Texas und von der Evolution of Psychotherapy Foundation (Phoenix, Arizona) für den Friedens-Nobelpreis vorgeschlagen
Großes Goldenes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich (1995)
Großes Ehrenzeichen der Österreichischen Ärztekammer (1995)
Maryland Psychological Association Outstanding Lifetime Contribution To Psychology Award
Ehrenbürger der Stadt Wien (1995)
Medicus Magnus Medaille und Internationaler Goldener Stern für Verdienste um die Menschheit (Polnische Medizinische Akademie 1997)


Sonstiges

An der Universität von Kalifornien in Berkeley besteht eine „Frankl Library and Memorabilia“.
An der Universität von Caracas existiert eine „Viktor-Frankl-Lehrkanzel für Medizinische Anthropologie“.
Ein „Viktor-Frankl-Lehrstuhl für Philosophie und Psychologie“ wurde im Jahre 1994 an der Internationalen Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein gegründet.

Frankl

Viktor Frankl

Geb. 26. März 1905, Wien / gest. 2. September 1997, Wien. Akademische Titel: Univ.-Prof. Dr. med. (1930), Dr. phil. (1949), Dr. h. c. mult.

Familie: in 2. Ehe verheiratet (1947) mit Eleonore, geb. Schwindt; Tochter Gabriele; 2 Enkelkinder, Katharina und Alexander; Urenkelin Anna Viktoria.

Wer um einen Sinn seines Lebens weiß, dem verhilft dieses Bewusstsein mehr als alles andere dazu, äußere Schwierigkeiten und innere Beschwerden zu überwinden.

Viktor Frankl

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